Corona/Covid-19-Infektion bei Diabetes, Adipositas, Nieren- und Krebserkrankung
Corona bei Nierenerkrankung: Gesunde Nieren nach Covid-19 Infektion
Coronaviren vermehren sich auch in den Nieren und können diese schädigen. Bei schweren Verläufen tritt häufig ein akutes Nierenversagen auf oder eine vorbestehende Nierenerkrankung wird verschlimmert. Auch nach intensivmedizinischer Behandlung kann durch niedrigen Blutdruck, Störungen der Blutgerinnung oder notwendige Medikamente eine Schädigung der Nieren auftreten. Häufig können sich die Nieren vollständig erholen, es kann aber auch eine dauerhafte Einschränkung der Nierenfunktion bestehen bleiben mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit, Bluthochdruck oder Luftnot bei Belastung, die behandelt werden müssen.
Diabetes bei Corona/Covid-19
Während das Risiko bei einer Covid-19-Erkrankung bei gut eingestellten Diabetikern kaum erhöht ist, gilt dies nicht bei Patienten mit fortgeschrittenem Diabetes oder Miterkrankungen. Covid-19 kann einen Diabetes auslösen, häufiger verschlechtert sich aber ein bereits bestehender Diabetes. Da bei schlecht eingestelltem Diabetes das Immunsystem geschwächt sein kann, ist die Abwehr gegen das Coronavirus ebenfalls vermindert und es kommt zu längeren und schwereren Verläufen, auch kann die Erholungszeit verlängert sein. Die Neueinstellung des Diabetes und die Behandlung der Komplikationen sind daher ein wichtiger Weg, um wieder gesund zu werden.
Corona/Covid-19-Infektion bei Übergewicht und Adipositas
Übergewicht und Adipositas zählen zu den wichtigsten Risikofaktoren für einen schwereren Verlauf einer Covid-19 Erkrankung. Das hängt zum einen mit einer Schwächung des Immunsystems zusammen, die bei Adipositas beobachtet werden kann, zum anderen ist die Atemmuskulatur mehr belastet und es sind weniger Reserven vorhanden. Nach überstandener Erkrankung sind daher auch die Normalisierung des Gewichtes und der Aufbau von Muskelmasse ein wichtiges Ziel, den Gesundheitszustand zu verbessern und das Risiko für die Zukunft zu senken.
Corona bei Patienten unter Immunsuppression nach Organtransplantation oder Chemotherapie
Jüngere Transplantierte oder Patienten mit geschwächtem Immunsystem haben nicht unbedingt ein erhöhtes Risiko bei einer Covid-19 Erkrankung. Ältere oder Patienten mit vielen Miterkrankungen sind unter Immunsuppression dagegen häufiger durch das Coronavirus gefährdet und benötigen mehr Zeit, sich wieder zu erholen. Oft steht das Gefühl einer Leistungsschwäche im Vordergrund oder eine seelische Belastung, so dass einem „alles zu viel zu werden“ scheint. Ein Vorteil der Rehabilitation liegt darin, dass man sich in einem geschützten Umfeld intensiv um sich selbst und seine Genesung kümmern kann.
Corona/Covid-19 und Krebs
Krebskranke müssen nach einer Covid-19 Infektion häufig längerfristig medizinisch betreut werden oder leiden an Corona-Spätfolgen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) liegt der Grund dafür in einem geschwächten Immunsystem, etwa weil die Betroffenen zu wenig Antikörper im Blut haben oder Medikamente nehmen, die das Immunsystem unterdrücken.