16.05.2019

Dialyse: Unterstützung oder Ersatz der Nierenfunktion

Was ist die Dialyse?

Die Dialyse ist ein Verfahren zur Reinigung des Bluts (auch Blutwäsche genannt). Sie wird angewandt bei Menschen mit schweren Nierenschäden. Eine Dialyse unterstützt oder ersetzt die Funktion der geschädigten Nieren, wenn diese den Körper nicht mehr von schädlichen Substanzen und überflüssigem Wasser befreien können.
 

Dialyseverfahren

Das Dialysegerät, der sogenannte Dialysator, reinigt das Blut von Stoffwechselprodukten und überschüssigem Wasser und leitet anschließend das gereinigte Blut in den Körper zurück. Zwei Verfahren haben sich dabei bewährt:

  • Extrakorporale Dialyse
  • Intrakorporale Dialyse

Bei der extrakorporalen Dialyse wird das Blut außerhalb des Körpers gereinigt. Über einen speziellen Gefäßzugang wird das Blut gesäubert. Das bekannteste Dialyseverfahren ist die sogenannte Hämodialyse. Ein Filter (Dialysator) reinigt das Blut von schädlichen Substanzen. Dabei fließt eine Spülflüssigkeit (Dialysat) und das Blut durch eine dünne Haut (Membran) getrennt und in entgegengesetzter Richtung aneinander vorbei. Die Membran ist an dieser Stelle für Wasser und Schadstoffe durchlässig, sodass diese gefiltert und beseitigt werden können.

Die intrakorporale Dialyse sieht eine Blutwäsche innerhalb des Körpers vor. Bei der sogenannten Peritonealdialyse wird der Bauchraum zur Blutwäsche verwendet. Das Bauchfell (Peritoneum) nimmt dabei die Funktion eines Filters ein und befreit das Blut von Schadstoffen und überschüssigem Wasser. Die Bauchhöhle fungiert als Behältnis für das Dialysat. Durch einen dauerhaft eingesetzten Schlauch gelangt das Dialysat in den Körper. Im Vergleich zur Hämodialyse muss die Peritonealdialyse täglich erfolgen.
 

Häufigkeit des Dialyseverfahrens

Menschen, die auf eine künstliche Blutwäsche angewiesen sind, verbringen in der Regel drei Tage in der Woche für jeweils vier bis acht Stunden mit der Dialyse.

Gefahren und Folgen der Blutwäsche

  • Blutdruckabfälle
  • Infektionen
  • Blutgerinnsel (Thrombosen)
  • Entzündung des Bauchfells bei der intrakorporalen Dialyse

Ihre Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Jürgen Wagner

Prof. Dr. med. Jürgen Wagner

Chefarzt Innere Medizin

MEDICLIN Staufenburg Klinik

Dr. med. Thomas Jörg Helling

Dr. med. Thomas Jörg Helling

Leitender Oberarzt Innere Medizin

MEDICLIN Staufenburg Klinik

Dr. med. Felix Günther

Dr. med. Felix Günther

Oberarzt Innere Medizin

MEDICLIN Staufenburg Klinik