Die Nephrologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, die sich mit den Erkrankungen der Niere, sowie deren konservativer Therapie beschäftigt. Auch Bluthochdruck, Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes sowie des Säure-Basen-Gleichgewichtes gehören zum Fachgebiet. Wesentliches Ziel des Nephrologie ist die Stabilisierung der Nierenfunktion.
In Deutschland leiden knapp 60.000 Patienten unter einer terminalen Niereninsuffizienz, d. h. etwa 1 von 1.400 Personen der Bevölkerung ist auf eine chronische Nierenersatztherapie in Form von Dialyse oder Nierentransplantation angewiesen.
Als Folge der Operationen an Nieren, ableitenden Harnwegen und Prostata sind die Patienten häufig in ihrer Bewegungsfähigkeit und ihrer Belastbarkeit eingeschränkt. Ziel der Anschlussheilbehandlung bei diesen Erkrankungen ist deshalb der schrittweise Aufbau der körperlichen Leistungsfähigkeit, insbesondere durch Krankengymnastik und Bewegungstherapie. Zusätzlich ist es oft erforderlich, den Umgang mit der plötzlichen, manchmal sogar chronischen Erkrankung zu erlernen.
Begleiterkrankungen
Haemodialyse-Patienten werden in Kooperation mit einer nahe gelegenen Dialyse Praxis behandelt. Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Einschränkungen im Bereich des Bewegungsapparates können ebenfalls gezielt behandelt werden. Bei Nierenfunktionseinschränkungen erfolgt eine spezifische Diät-Beratung und Diät-Behandlung.