In Deutschland leiden ca. 70.000 Patienten unter einer terminalen Niereninsuffizienz, einem kompletten Nierenfunktionsverlust. Vier bis fünf Mal so viele Menschen leiden an einer behandlungsbedürftigen Nierenerkrankung.
Etwa 14.000 Menschen beginnen jährlich mit einem Nierenersatzverfahren. Dies sind Therapien, welche die Entgiftungsfunktion des Körpers auf Dauer übernehmen können.
Die größte und wichtigste Interessenvertretung für den Fachbereich Nephrologie (Nieren- und Hochdruckerkrankungen) im deutschsprachigen Raum stellt die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie dar.
Im Gegensatz zum Akutkrankenhaus eignet sich die Reha-Klinik besonders gut zur Behandlung chronischer Erkrankungen, da die Mitarbeiter in allen Bereichen (Abteilung der Ärzte, der Psychologie, der Krankengymnastik, der balneo-physikalischen Therapie, der Ergotherapie, der Diätberatung) gewohnt sind, Patienten zu unterrichten, spezifisch zu therapieren und im praktischen Umgang mit der Krankheit zu schulen.
Eine nephrologisch orientierte Einrichtung (nur vier Rehakliniken in Süd- und Mitteldeutschland können eine solche anbieten) ist wichtig, da es sich in allen Teilbereichen um Spezialwissen handelt, sei es bei den verschiedenen Nierenerkrankungen oder deren Folgeerkrankungen (Blutarmut, Störung des Knochenstoffwechsel, Störungen des Mineralstoffwechsel und Säure-Basen-Haushalt, schwerwiegende Atherosklerose, Bluthochdruck bei Nierenerkrankung).
Eine nephrologische Rehabilitation gibt es nur unter stationären Bedingungen. In der ambulanten Versorgung gibt es Nierenzentren in Form von Dialysezentren, in denen Patienten ambulant hämodialysiert werden, CAPD-Patienten (Bauchfelldialyse) und Nierentransplantierte betreut werden. Die stationäre Rehabilitation sieht sich als sinnvolle und notwendige Ergänzung zu diesen ambulanten Einrichtungen.